Fakultät für Physik
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Der Ursprung der kosmischen Elemente - Neue Zugänge

Prof. Roland Diehl, MPI für extraterrestrische Physik

Datum:  26.06.2014 um 19:15 Uhr

Ort: Hörsaal H 030, Fakultät für Physik der LMU, Schellingstr. 4, München

Die Elemente die unsere Umgebung bestimmen sind in Kernfusions-Reaktionen gebildet worden, lange bevor unser Sonnensystem vor 4.6 Milliarden Jahren entstand. Die natürliche Elemente-Vielfalt hat ihre Ursachen zum Einen in den Eigenschaften der Kernkräfte, die die Stabilität der jeweiligen Atomkern-Sorte bestimmt, zum Anderen in den Orten, an denen die jeweiligen Fusionsreaktionen möglich werden. Unser Wissen von der Zusammensetzung kosmischen Gases stammt überwiegend aus den Spektrallinien, die in Sternenlicht als Absorptions- oder Emissions-Linien jeweils für bestimmte Elemente charakteristisch sind. Aus derartigen Daten wurde vor mehr als 50 Jahren eine Theorie kosmischer Element-Synthese erdacht, die in ihren Grundzügen auch heute noch unseren Wissensstand darstellt. Mittlerweile haben wir aber Methoden entwickelt, charakteristische Spektrallinien von Isotopen zu erkennen, und Nuklide indirekt oder direkt am Ort ihres Entstehens zu messen. Eine dieser Methoden ist Spektroskopie von Gammastrahlung. Vom Weltraum aus betrieben, kann so direkt charakteristische Strahlung aus dem Atomkern erkannt werden, und als astronomische Information ausgewertet werden. Moderne Kernphysik, im Weltall betrieben, zeigt uns eine nützliche Anwendung des natürlichen radioaktiven Zerfalls in der modernen Astrophysik.