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Meteorologie (Master)

Der Studiengang im Überblick

Studiengang: Meteorologie (Master) Regelstudienzeit: 4 Fachsemester
Abschluss: Master  (M. Sc.) Studienvoraussetzung: Bachelorabschluss
Studienbeginn: Zum Sommer- oder Wintersemester Eignungsprüfung: ja
Studiensprache(n): Der Masterstudiengang findet grundsätzlich in englischer Sprache statt. Studienumfang: Ein-Fach-Masterstudiengang mit 120 ECTS.

Das viersemestrige Studium mit dem Abschluss "Master of Science" in Meteorologie kann sowohl im Wintersemester als auch im Sommersemester aufgenommen werden und teilt sich in zwei Abschnitte. Im ersten und zweiten Semester des Master-Studiums werden Veranstaltungen der Forschungsgebiete der Meteorologie besucht. Im dritten und vierten Semester wird die einjährige Masterarbeit angefertigt.

Studienziele

Im Verlauf des Studiums sollen folgende grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden:

Fähigkeit des physikalischen Denkens,
Kenntnis der fachlichen Grundlagen und Zusammenhänge, der wesentlichen Verfahren und wissenschaftlichen Methoden der Meteorologie sowie die auf diesen Kenntnissen aufbauende Befähigung zur selbstständigen Arbeit,
Fähigkeit, neuere Entwicklungen zu erkennen und aufzunehmen, Urteilsfähigkeit in fachübergreifenden meteorologischen Fragen.

Zum Studium gehören das Erlernen des Umgangs mit Messgeräten und der Erwerb von Kenntnissen über Meßmethoden (In-situ- und Fernerkundungsmethoden). Die Mathematik und die Physik sind Voraussetzung und Grundlage für Beschreibung und zum Verständnis meteorologischer Probleme und Zusammenhänge. Der größte Teil der Lehrveranstaltungen des Masterstudiengangs wird aus den Forschungsgebieten der Meteorologie gebildet. Besonderer Wert wird in dem Masterstudiengang auf die Praktische Phase gelegt, an die sich die Erstellung der Masterarbeit anschließt. Meteorologie zu studieren heißt, sich auch mit vielen verwandten Wissenschaften zu beschäftigen. Die Meteorologie beeinflusst nahezu alle Lebensbereiche und ist somit von außerordentlicher Wichtigkeit für das Leben auf der Erde.

Das viersemestrige Studium mit dem Abschluss "Master of Science" kann sowohl im Wintersemester als auch im Sommersemester aufgenommen werden und teilt sich in zwei Abschnitte. Im ersten und zweiten Semester des Master-Studiums werden Veranstaltungen der fortgeschrittenen Physik und in den Forschungsgebieten der Fakultät besucht. Im dritten und vierten Semester wird die einjährige Abschlussarbeit angefertigt.

Detailinformationen zum Studiengang

Zulassungsvoraussetzungen

Unter Bewerbung für den Master finden Sie die Beschreibung des Bewerbungs- und Zulassungsverfahrens.

Studienverlauf

Der Masterstudiengang Meteorologie kann im Winter- und im Sommersemester begonnen werden. Insgesamt werden im Masterstudiengang 120 ECTS-Punkte erworben. Diese verteilen sich wie folgt:

1. Semester2. Semester3. Semester4. Semester
Pflichtveranstaltungen P1
Fortgeschrittene Physik der Atmosphäre
9 ECTS / benotet / im WiSe
P2
Fortgeschrittene Dynamik der Atmosphäre
9 ECTS / benotet / im WiSe
Spezialisierung Meteorologisches Seminar
3 ECTS / benotet
P8
Praktische Phase I
15 ECTS / unbenotet
Masterarbeit
30 ECTS / benotet
Wahlpflichtveranstaltungen (*)
36 ECTS / benotet
P9
Praktische Phase II
15 ECTS / benotet
Übergreifend SQ
Schlüsselqualifikationen
3 ECTS / unbenotet

(*) Hinweise zum Studienplan

Der Wahlpflichtbereich umfasst 36 ECTS-Punkte aus dem Bereich der Forschungsgebiete der Meteorologie. Bitte beachten Sie

  • der Anteil an Praktika darf 12 ECTS nicht übersteigen und
  • ein Seminar ist verpflichtend. Weitere Seminare können bis zu einem Gesamtumfang von 12 ECTS-Punkten im Wahlpflichtbereich berücksichtigt werden.

Details zu den Inhalten der Veranstaltungen sind im Modulhandbuch des Studiengangs Master Meteorologie festgehalten.

Pflichtveranstaltungen

In Klammern sind zur Orientierung einige Vorlesungen thematischen Schwerpunkten zugeordnet. Denkbare Schwerpunktbildungen sind „Wetter und Datenassimilation“ (W+D) und „Atmosphäre und Klima“ (A+K).

  • Fortgeschrittene Dynamik der Atmosphäre (9 ECTS, W+D)
  • Fortgeschrittene Physik der Atmosphäre (9 ECTS, A+K)

Die Pflichtveranstaltungen finden im Wintersemester statt.

Wahlpflichtbereich

Wir empfehlen folgende Verteilung auf die Vorlesungsbereiche:

  • zentrale Wahlpflichtvorlesungen mit Übungen (je 6 ECTS) mind. 18 ECTS
  • kleine Wahlpflichtvorlesungen (je 3 ECTS) bis zu 18 ECTS

Thematisch zentrale Wahlpflichtvorlesungen (alle SoSe)

Numerische Wettervorhersage mit Übungen (6 ECTS, W+D)
Datenassimilation mit Übungen (6 ECTS, W+D)
Wolken: Mikrophysik und Konvektion mit Übungen (6 ECTS, A+K)
Fortgeschrittene Beobachtungsmethoden mit Übungen (6 ECTS, A+K)
Klimaphysik und Klimamodellierung (6 ECTS, A+K)

Kleine Wahlpflichtvorlesungen (WiSe und SoSe)

Aus dem gesamten Angebot der Meteorologie wählbar:

Fortgeschrittene Dynamik der Atmosphäre Teil 2 (W+D)
Atmosphärische Modellierung (W+D)
Dynamik der Stratosphäre I und II (W+D)
Aktive Fernerkundung - Radar/Lidar (A+K)
Monte Carlo Strahlungstransport (A+K)
Die mittlere Atmosphäre als Teil des Klimasystems (A+K)
Luftverkehr und Klima (A+K)
Einführung in die globale Modellierung (A+K)
Tropische Zyklone
Grenzschichtmeteorologie
Humanbiometeorologie
Statistische Methoden für Meteorologen I+II
Atmosphärische Chemie

Alle Wahlpflichtveranstaltungen sind dabei allen Modulen P4, P5, P6, P7 im Sinne der Studienordnung zugeordnet und können dort eingebracht werden.

Forschungsgebiete der Meteorologie

Die Meteorologie ist ein Teilgebiet der Physik, das sich mit den atmosphärischen Prozessen im Hinblick auf Wetter und Klima beschäftigt. Für das Verständnis der atmosphärischen Prozesse ist ein fundiertes Wissen aus verschiedenen Teilgebieten der Physik erforderlich, insbesondere aus der Strömungsmechanik, der Thermodynamik und der Strahlungsübertragung. Mit Vorrang werden in der Meteorologie Strömungsdynamik und Physik von Strahlungsprozessen betrieben. Die Meteorologie gliedert sich in die mathematisch orientierte Theoretische Meteorologie und die Experimentelle Meteorologie, die sich mit der Beobachtung und Interpretation der atmosphärischen Prozesse beschäftigt.

Die Atmosphäre mit Land, Ozean, Eis und Vegetation ist ein komplexes System, das sich mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten erfassen lässt. Zu diesem System gehören:

  • solare und terrestrische Strahlung als wichtigste Antriebsquelle der atmosphärischen Dynamik,
  • Energieumsätze in der Atmosphäre und am Boden,
  • die Wechselwirkung der Atmosphäre mit der Erdoberfläche (Land, Ozean, Eis und Vegetation), typische Bewegungsmuster in der Atmosphäre in verschiedenen Größenbereichen von der Zentimeter-Skala bis zum globalen Maßstab, orographisch erzeugte Phänomene, Turbulenz und ihre Wechselwirkungen,
  • die Beschreibung und Erklärung des Klimas in Vergangenheit und Gegenwart
  • sowie die Prognose des zukünftigen Klimas,
  • anthropogene Einwirkungen auf das System Atmosphäre - Biosphäre, numerische Simulation und Prognose des Wetters und Klimas inklusive Datenassimilation und Verifikation,
  • Stoffkreisläufe der meteorologisch bedeutsamen und umweltrelevanten Spurenstoffe einschließlich des Wassers mit Verteilungen, Quellen, Senken, Transporten, Phasenumwandlungen, chemischen und photochemischen Reaktionen.

Masterprüfung und akademischer Grad

Dieser Masterstudiengang bestätigt erfolgreichen Absolventen/Absolventinnen den berufsqualifizierenden Abschluss der wissenschaftlichen Ausbildung.

Darüber hinaus bildet der Abschluss eine Voraussetzung für die Aufnahme eines Promotionsstudiums im Fachbereich Physik. Die erfolgreichen Absolventen dieses Masterstudiengangs erhalten von der Fakultät für Physik den akademischen Grad „Master of Science“ (abgekürzt: M.Sc.).

Berufsqualifikation

Der Studienabschluss im Master befähigt zu einem Einsatz in einem, für ein Physik-orientiertes Studium typischen, breiten Aufgabenfeld. Etwa die Hälfte aller Abgänger bleibt dem Kernthema des Studiums nah verbunden: Arbeitgeber sind Wetter- und Klimaforschung, Wetterdienste und Wetterberatung, Wettermedien, Umweltbehörden, Umweltmesstechnik als auch Erdbeobachtungssatelliten-Betreiber. Der Themenbereich Wetter/Klima/Atmosphäre ist aber auch bei Energieversorgern und -erzeugern (vor allem Solar- und Windenergie) und in der Versicherungswirtschaft etabliert. Mit den im Studium erworbenen zusätzlichen Fähigkeiten, die über das Kernthema hinaus gehen - allgemeine Physik und Mathematik, Umgang mit großen numerischen Modellen, Datenverarbeitung und -darstellung, Programmierung - gibt es aber auch Betätigungsfelder bei Softwareentwicklern, technischen Entwicklungsabteilungen, technischer Überwachung, Datenzentren, Wirtschaftsberatern oder als quereinsteigender Lehrer für Mathematik und Physik.

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