Fakultät für Physik
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Facharbeitspreis Physik für Lucas Clemente

Lucas Clemente, der bereits Nachwuchswissenschaftler im Exzellenzcluster „Munich-Centre for Advanced Photonics“ (MAP) ist, wird mit dem diesjährigen Facharbeitspreis für Physik von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet. Die Firma Linde stiftet jährlich in Bayern diese Preise, die neben der Urkunde auch noch einen 500 €-Büchergutschein beinhalten.

München, 12.07.2009

Der erst 16jährige Nachwuchswissenschaftler fertigte die Facharbeit 2007 zu einem Thema aus der Medizinphysik am Maier-Leibnitz-Labor bei Privatdozent Walter Assmann (Ludwig-Maximilians-Universität) an und ist damit bereits im "Jugend forscht"-Wettbewerb Regionalsieger und 2. Landessieger in Bayern geworden. In seiner Arbeit hat er die Dosiswerte für ein radioaktiv strahlendes Implantat, mit dem Vernarbungen nach Operationen an Harn- oder Gallenwegen behandelt werden sollen (BetaMod-Projekt, gefördert von der Bayerischen Forschungsstiftung) mit Programmen des CERN auf Supercomputern simuliert. Dabei konnte er den Aufwand durch geschickte Programmierung so drastisch reduzieren, dass solche Berechnungen nun in vielen Fällen sekundenschnell auf einem einfachen PC ausgeführt werden können. Zusätzlich hat er auch experimentell die Richtigkeit seines Programms gezeigt. Der „Gewinn“ bei „Jugend forscht“ war ein vierwöchiges Forschungspraktikum im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf, während dessen er ein neues, universell einsetzbares Simulationsprogramm geschrieben hat. Mit Hilfe dieser Software können Physiker nun ein komplettes Strahlsystem maßgeschneidert konzipieren, ohne die einzelnen Variablen extra berechnen zu müssen.