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Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert LMU-Start-up-Idee NANOSTOVE

Nanoheizplatten ermöglichen sekundenschnelle Analyse der DNA

München, 27.05.2008

Die drei LMU-Wissenschaftler Joachim Stehr, Federico Bürsgens und Lars Ullerich haben für ihr Gründungsvorhaben NANOSTOVE einen Zuschuss in Höhe von 360.000 EUR vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eingeworben. Hiermit soll eine nanobiotechnologische Innovation, die schnellere und einfachere DNA-Analysen erlaubt, in der Gründung eines neuen Biotech-Unternehmens münden.

Das zu Grunde liegende Verfahren wurde in den vergangenen Jahren am Lehrstuhl für Photonik und Optoelektronik von Prof. Jochen Feldmann im Rahmen der Doktorarbeit von Joachim Stehr in Kooperation mit der Firma Roche Diagnostics (Penzberg) entwickelt:

NANOSTOVEs, oder zu Deutsch Nanoheizplatten sind winzige Goldteilchen, die Licht sehr effizient in Wärme umwandeln. Auf diese Weise ist durch kurze Laserpulse ein kontrolliertes Schmelzen von DNA-Molekülen mit bisher unerreichter Geschwindigkeit möglich. Da die Schmelztemperatur der DNA-Moleküle Aussagen über mögliche Mutationen erlaubt, ergibt sich ein breites Einsatzspektrum für diese Innovation. Anwendungen in vielen Bereichen, von der Pflanzenzucht bis zu Tests zur Medikamentenverträglichkeit, sollen künftig durch NANOSTOVE beschleunigt werden. Auf Grund dieses Kommerzialisie¬rungspotentials wurde das Verfahren zum Patent eingereicht.

Die Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für die Weiterentwicklung der NANOSTOVE-Innovation bis zur Marktreife erfolgt im Rahmen des Programms "EXIST-Forschungstransfer", das zur Förderung exzellenter, forschungsbasierter Gründungen von der Bundesregierung im November 2007 aufgelegt wurde. NANOSTOVE ist eines von 15 Projekten, das ab diesem Sommer aus diesem Programm gefördert wird. Wenn es dem NANOSTOVE Team bestehend aus den beiden Physikern Joachim Stehr und Federico Bürgens, sowie dem Biotechnologen und Wirtschaftswissenschaftler Lars Ullerich gelingt, in den nächsten 18 Monaten die Anwendungsreife der Technologie zu demonstrieren, winken ihnen sogar weitere 150.000 EUR aus „EXIST-Forschungstransfer“.


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