Fakultät für Physik
print

Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Blaise-Pascal-Preis für Münchener Gastwissenschaftler

Professor Tajima ist seit Herbst 2008 Gastprofessor in der Fakultät für Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er unterstützt den Exzellenzcluster "Munich-Centre for Advanced Photonics" vor allem durch seine theoretischen Arbeiten in den hochinnovativen Ansätzen zur Erzeugung energiereicher Strahlen für die Medizin. Frankreich verleiht den Blaise-Pascal-Preis seit 1996 jährlich an hochrangige ausländische Wissenschaftler aller Fachrichtungen.

München, 18.09.2009

Der berühmte Anruf erreichte Prof. Toshiki Tajima aus -- nein, nicht Stockholm, sondern aus Paris. Die Ehre ist nicht minder groß, denn mit diesem Anruf teilte ihm ein Vertreter der Jury für den renommierten Blaise-Pascal-Preis mit, dass er einer der Preisträger ist. Toshiki Tajima ist Gründer und Leitender Direktor des renommierten Kansai Photon Science Instituts in Japan und seit einem Jahr Gastprofessor im Physikdepartment der Ludwig-Maximilian-Universität in München.

Frankreich verleiht diesen Preis seit 1996 jährlich an hochrangige ausländische Wissenschaftler aller Fachrichtungen. Sie sind damit für mindestens 12 Monate berechtigt, an Projekten ihrer Wahl in der Region Ile-de-France zu forschen und Vorlesungen zu halten. Die Blaise-Pascal-Lehrstühle erfreuen sich einer großen Bekanntheit in Frankreich und dienen dazu, die wissenschaftliche Gemeinschaft in Frankreich zu stärken. Damit verbunden ist auch ein Preisgeld, das die Eliteuniversität "Ecole Normale Supérieure" stiftet und das die Preisträger nach eigenem Ermessen verwenden dürfen. Der Preis geht zurück auf den französischen Mathematiker, Physiker und Philosoph Blaise Pascal (1623-1662), der unter anderem eine Rechenmaschine entwarf und Theorien zur Wahrscheinlichkeitsrechnung und zum hydrostatischen Druck entwickelte.

Professor Tajima ist seit Herbst 2008 Gastprofessor in der Fakultät für Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er unterstützt den Exzellenzcluster "Munich-Centre for Advanced Photonics" vor allem durch seine theoretischen Arbeiten in den hochinnovativen Ansätzen zur Erzeugung energiereicher Strahlen für die Medizin. Die Physiker des Münchener Zentrums erforschen, wie sich Elektronen- und Ionenstrahlen für Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen mittels Laserlicht herstellen lassen.

Toshiki Tajima reist mit seiner Ehefrau am 22. Oktober nach Paris, wo er vor Studenten und Würdenträgern seine Antrittsvorlesung hält. Berühmt geworden als "Vater der Laserbeschleunigung" wird er über "Hochfeldphysik und Laserbeschleunigung" als erste einer Reihe von 10 Vorlesungen zu ähnlichen Themen sprechen. Er sei gerührt, kommentiert der Preisträger die Ernennung: "Das ist fantastisch und eine große Ehre, die ich sehr zu schätzen weiß!"