Fakultät für Physik
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Halidperowskite: Ein altes Material lernt neue Tricks

Prof. Alexander Urban, LMU

Datum:  10.01.2019 um 19:15 Uhr

Ort: Hörsaal H 030, Fakultät für Physik der LMU, Schellingstr. 4, München

Eines der größten gesellschaftlichen Probleme der heutigen Zeit ist der ständige wachsende Energiebedarf, schwindende fossile Energieträger und dem Drang nach sauberer und nachhaltiger Stromerzeugung. Unter den gängigsten erneuerbaren Energietechnologien besitzt solare Stromerzeugung bedingt durch die immense Energieproduktion der Sonne das vielleicht größte Potential. Bisher sind Silizium-basierte Solarzellen allgegenwärtig, allerdings reichen sie bei weitem nicht aus um den gesamten Energiebedarf der Erde abzudecken.

Bei der Suche nach neuen Materialien um Silizium-Solarzellen zu verbessern oder gänzlich zu ersetzen, tauchten im Jahr 2011 zum ersten Mal die so genannten Halidperowskite auf. Bedingt durch ihre extrem vorteilhaften optischen Eigenschaften, sind Perowskit-basierte Solarzellen in der kurzen Zeit seitdem inzwischen soweit verbessert worden, dass Spitzenwerte der Umwandlungseffizienz schon in die Nähe der Silizium-basierten Solarzellen heranreichen.

In diesem Vortrag wird das Material der Halidperowskite vorgestellt und ihre fundamentalen Eigenschaften und die dadurch möglichen optoelektronischen Anwendungsgebiete (z.B. Solarzellen, LEDs) erläutert. Zudem wird auf die (noch) existierenden Probleme eingegangen, die zurzeit die großspurige Kommerzialisierung dieses hochinteressanten Materials verhindern.